Was ist eigentlich Tierheilkunde? Viele kennen den Begriff Naturheilkunde nur in Bezug auf die Behandlung von Menschen. In der Naturheilkunde geht es darum, den Körper zur  Selbstheilung zu veranlassen und die Ursache für Störungen und deren Zusammenhänge zu ergründen. Symptome werden nicht unterdrückt, sondern  die Ursachen sollen beseitigt werden. Dazu werden Mittel und Reize eingesetzt, die in der Natur vorkommen oder dem Körper zu Eigen sind. Es kommt zu sehr wenigen Nebenwirkungen  und die eingesetzten Mittel werden in der Regel gut vertragen. Die Naturheilkunde für den Menschen lässt sich natürlich auch auf unsere Tiere übertragen. So entwickelte sich die Tiernaturheilkunde mit ihren  verschiedenen Therapiearten. Unter anderem sind das Akupunktur, Homöopathie, Phytotherapie, Blutegeltherapie, Bewegungs- und  Verhaltenstherapie und Diätik.  Der Unterschied zur klassischen Veterinärmedizin ist, dass das kranke Tier in seinem ganzen Umfeld wahrgenommen wird und nicht nur einzelne  Symptome zur Diagnose herangezogen werden. Einer der zentralen Sätze der Naturheilkunde zeigt die unterschiedlichen Denkansätze von Heilkunde  und klassischer Schulmedizin:  „Medicus curat, natura sanat“ (Der Arzt behandelt, die Natur heilt) Hippokrates Das Denken der Naturheilkunde ist ein ganz anderes als das in der Schulmedizin. Die Schulmedizin beschäftigt sich mit der Krankheit, die  Naturheilkunde mit dem kranken Menschen / Tier. Trotz dieser Unterschiede sollten allerdings beide Methoden nicht als ausschließliche Therapieformen betrachtet werden, sondern möglichst in der  Zusammenarbeit von Naturheilkundler und Schulmediziner Anwendung finden. Gerade im Bereich der chronischen Erkrankungen kann die  Naturheilkunde bei schulmedizinisch austherapierten Fällen Besserung bringen.